Offener Brief an die Handwerksmeisterin.

Eine öffentliche Antwort zu einem Schreiben, das mich erreicht hat. Die Antwort ist aber für viele Menschen interessant. Die Gedanken zum #Aufbruch2026 :
Hallo Frau F.,
haben Sie ganz herzlichen Dank für Ihre ausführliche und inspirierende Nachricht, die mir freundlicherweise eine befreundete Journalistin zukommen gelassen hat! Es freut mich sehr, dass Sie durch Ihre Arbeit in der Werkstatt einen Anlass gesehen haben, sich zu melden, und dass Sie sich die Zeit genommen haben, Ihre Gedanken so klar zu formulieren.

Sie sprechen mir aus der Seele: Wie kann eine Partei, deren Fundament aus Chancengerechtigkeit, Aufstiegsversprechen und Bürgerrechten besteht, so stark als „Partei der Reichen“ wahrgenommen werden? Sie haben völlig recht: Die überwältigende Mehrheit der Menschen mit liberaler Haltung ist nicht reich. Ich bin es auch nicht! Wir sind Fleißige, Selbstständige, Angestellte, Handwerkerinnen wie Sie – Menschen, die morgens aufstehen, Verantwortung übernehmen und sich einfach wünschen, dass der Staat ihnen keine Knüppel zwischen die Beine wirft, sondern sie machen lässt.
Warum das Image dennoch so hartnäckig ist? Dazu gehört auch die ehrliche Selbstkritik: Wir Liberale haben in der Vergangenheit schwerwiegende Fehler gemacht.
Wir haben uns zu oft auf rein ökonomische Fragen verengt und den Eindruck erweckt, Freiheit sei vor allem Steuerentlastung für Besserverdienende, statt das Versprechen von Aufstieg für alle.
Wir haben den Bürgerrechts- und Haltungsliberalismus bekannter Parteigrößen in der öffentlichen Vermittlung manchmal zu sehr hinter betriebswirtschaftlichen Kennzahlen versteckt.
Und in Regierungsverantwortung haben wir zugelassen, dass der Eindruck von Taktiererei oder bloßem Blockieren entstand, wo eigentlich pragmatische, wissenschaftsbasierte Sachpolitik und konstruktive Lösungen im Vordergrund standen – genau jene pragmatischen Vorschläge, wie Sie sie aus den Bundestagsdebatten beschreiben.
Dabei ist das liberale Grundversprechen aktueller denn je: Freiheit ist die Bedingung für Sicherheit und Wohlstand, nicht ihr Gegenspieler. Freiheit heißt, Vertrauen in die Menschen zu haben – in ihren Fleiß, ihre Erfindungskraft und ihre Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen.
Sie fragen, wie wir aus dieser Ecke herauskommen. Ihre Nachricht gibt die Richtung vor. Der #Aufbruch2026 steht für eine Politik, die nicht berät, sondern befähigt – konkret und greifbar:
Rückbesinnung auf die Mitte der Gesellschaft: Liberale Politik muss wieder spürbar die Anwältin der Leistungsbereiten sein – vom Handwerksbetrieb über den Mittelstand bis zur jungen Gründerin. Liberalismus ist ein Angebot an alle Fleißigen, die Erfolg haben möchten, von der Restaurantfachfrau bis zum Unternehmer.
Spürbarer Bürokratieabbau: Weniger Nachweispflichten und Formulare, mehr Zeit für die eigentliche Arbeit und das Handwerk.
Aufstieg durch Bildung: Beste Chancen in Kitas und Schulen, völlig unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel.
Gleichwertigkeit von Meister und Master: Berufliche Bildung und Handwerk brauchen endlich dieselbe Wertschätzung und Förderung wie ein Studium.
Funktionierende Infrastruktur: Schnelles Internet, sanierte Straßen und zügige Genehmigungen statt jahrelangem Stillstand.
Mut zur eigenen Haltung: Klare liberale Werte vertreten, statt eigene Überzeugungen im Kompromiss aufzulösen.
Erfindergeist statt Verbote: Umweltschutz und Fortschritt durch Innovation, Wissenschaft und Technologie lösen, nicht durch Bevormundung.
Fokus auf Kernaufgaben: Ein Staat, der bei Sicherheit, Justiz und Straßen verlässlich funktioniert, sich aber aus den Details unseres Alltags heraushält.
Verständliche Sprache: Liberale Lösungen wieder einfach, nah am Menschen und frei von Politikersprech erklären.
Freiheit mit Verantwortung: Eigeninitiative stärken und Respekt für diejenigen zeigen, die für sich und andere Verantwortung übernehmen.
Ihre Haltung zeigt mir, wie lebendig der liberale Gedanke in unserem Land ist. Es sind Menschen wie Sie, die dieses Land tragen und die Bundesrepublik seit ihren Anfängen stark machen.
Freiheit ist nie bequem, sie erfordert immer wieder neuen Mut. Und ganz in Ihrem Sinne halte ich es da auch mit dem großen Olympiagrundsatz: Weiter, immer weiter.
Es liegt eine intensive Zeit harter Basisarbeit vor uns. Doch ich bin fest davon überzeugt, dass 20 % für uns Liberale in Deutschland nicht nur ein Traum sein dürfen, sondern unser klarer Anspruch sein müssen.
Menschen wie Sie sind dabei unersetzlich: Sie sind der beste Multiplikator, um liberale Ideen wieder in die Breite zu tragen – denn Ihnen vertrauen die Menschen in Ihrem Umfeld aus tagtäglicher Erfahrung.
Weil Sie und ich gleichermaßen an die Kraft der Freiheit für unser Land glauben, lade ich Sie heute schon zu einer ganz besonderen Wahlparty ein: Eine Party, bei der wir nicht mehr nur das Zittern um die Fünf-Prozent-Hürde feiern, sondern ein Ergebnis, das uns die Gestaltungskraft gibt, Deutschland nachhaltig besser zu machen. Seien Sie gewiss: Dieser Tag wird schneller kommen, als es die aktuelle Stimmung vermuten lässt.
Aber klar ist auch: Vor dem Feiern kommt jetzt erstmal das Ärmel-Hochkrempeln.
Herzlichst in den Südwesten,
Stellv. Landesvorsitzender LIS- Bayern &
designierter Generalsekretär LIS-Deutschland



Kommentare