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Aufbruch an der Kampenwand: Warum das ein Gewinn für Oberbayern ist.

Autorenbild: Team Chrisitan Flühr
Team Chrisitan Flühr
vor 7 Stunden
2 Min. Lesezeit

Die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zum Neubau der Kampenwandbahn in Aschau ist weit mehr als nur eine gute Nachricht für die Region: Sie ist ein überfälliges Signal der Vernunft und ein starkes Bekenntnis zum modernen, zukunftsfähigen Tourismus in Oberbayern.


Ein traditionsreicher Meilenstein wird fit für die Zukunft

Die Kampenwandbahn hat Geschichte geschrieben. Seit den 1950er-Jahren prägt die Uraltseilbahn das Bild in Aschau im Chiemgau und bringt Generationen von Einheimischen und Gästen hinauf in eine der spektakulärsten Bergwelten des Freistaats. Doch Infrastruktur altert – und wer den Anschluss an die Zukunft nicht verlieren will, muss investieren dürfen.

Jahrzehntelang trug die alte Anlage treu ihre Last, doch technische und wirtschaftliche Anforderungen haben sich gewandelt. Der nun rechtssicher bestätigte Ersatzneubau beendet jahrelange Hängepartien. Er zeigt, dass unternehmerisches Engagement und privater Investitionswille am Ende doch obsiegen – gegen den oft zähen Widerstand bürokratischer und ideologischer Verhinderungstendenzen.


Bergbahnen als Lebensadern der regionalen Wirtschaft


Seilbahnen sind in den Alpen keine reinen Freizeitspielplätze, sondern unverzichtbare Rückgrat-Infrastrukturen. Sie sichern die wirtschaftliche Basis des Ganzjahrestourismus.

Die volkswirtschaftliche Hebelwirkung wird dabei oft unterschätzt: Faustformeln der Tourismuswirtschaft zeigen, dass auf einen direkten Arbeitsplatz an einer Seilbahn rund fünf weitere Folgearbeitsplätze in der regionalen Hotellerie, der Gastronomie, dem Handwerk und dem lokalen Handel entfallen. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen wir diese Wertschöpfungsketten. Investitionen in die touristische Infrastruktur sind Investitionen in den ländlichen Raum. Sie halten Dörfer lebendig, sichern Steuereinnahmen und schaffen sichere, attraktive Arbeitsplätze vor Ort.


Inklusion und Freiheit: Berge für alle öffnen


Ein zentraler, liberaler Kernaspekt des Neubaus ist die Barrierefreiheit. Freiheit bedeutet auch Teilhabe. Bislang war der Genuss dieses einzigartigen Aussichtsberges Menschen mit körperlichen Einschränkungen oder älteren Gästen oft nur schwer oder gar nicht möglich.

Die modernisierte Anlage bricht diese Barrieren ab. Sie öffnet den Berg für alle Menschen – unabhängig von ihrer körperlichen Verfassung. Das ist echte soziale Teilhabe durch moderne Technik, nicht durch staatliche Verbotspolitik.


Im Sommer erleichtert die neue Bahn den schonenden Zugang für Erholungssuchende, und im Winter wird bei ausreichender Schneelage eine der schönsten Traditionsabfahrten Oberbayerns behutsam und umweltschonend reaktiviert.


Fazit: Qualität statt Verbot


Der Fall Kampenwand zeigt mustergültig, worauf es in der Tourismuspolitik ankommt: Wir müssen auf Qualität, Innovation und sanfte Modernisierung setzen, statt Bewährtes kaputtzureden.

Die Aussicht von der Kampenwand bleibt ein unvergessliches Erlebnis – ebenso wie der legendäre Kaiserschmarrn auf der Sonnenalm an der Bergstation. Es ist zu hoffen, dass dieses Projekt als Blaupause dient: Für mehr Tempo bei Genehmigungen, mehr Vertrauen in die Eigenverantwortung von Investoren und einen starken, freiheitlichen Tourismus in Bayern.

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